Taran-tino schriebVince schriebMeckert ihr mal schön, ich genieße. 😉
Ich tue mir den auch nicht mehr an, schon um The Village hab ich einen Bogen gemacht nachdem ich bei Signs eingeschlafen bis.
Keine Sorge Tino, ich hab mich schon bei "Evil Aliens" für den daemonicus und den StS mitgefreut, weil die es nicht konnten, das gleiche bei dem Mädchen aus dem Wasser, da krieg ich dich auch noch irgendwo unter und genieße den Film halt für dich auch noch mit. Ich bin ein fredestrahlender Sonne-Wonneproppen. Glücksgefühle für alle! 😁
Apropos Evil Aliens:
Evil Aliens
Ich weiß nicht, was ihr habt... wie blöde rockendes, absolut würdiges "Bad Taste"-Replikat, das exakt dessen Stärken und Schwächen zu verbuchen hat, ohne wie eine simple Kopie zu wirken. Im Gegenteil, wenn Dinge übernommen wurden, dann immer wunderbar passend als Reminiszenz getarnt (Mähdrescher aus "Braindead", UFO-Absturz aus "Men in Black", Alienmasken aus "Predator", 3-Titten-Alienfrauen aus "Total Recall" etc., dazu diverse allgemeine Filmklischees, die mit einem ironisch blitzenden Auge aufgebrochen werden).
Zentrale Kritikpunkte sind ein bisschen Glam-Kitsch im Production Design, der nicht unbedingt hätte sein müssen, und die Tatsache, dass das Skript ein einziges Desaster ist: Hier wird wild und unkoordiniert von einem Punkt zum nächsten gerannt und die Situationen sind in ihrer Herleitung so unlogisch, dass es schon ein wenig stört. Wo "Bad Taste" das noch damit rechtfertigen konnte, dass Peter Jackson hier ursprünglich einen Viertelstünder konzipiert hatte, was dann spontan auf Spielfilmlänge gedehnt wurde, ist "Evil Aliens" als Erbe desselbigen nun mal deutlich sichtbar kalkuliert. Und insofern hätte man schon erwarten können, dass Jake Wests zweite Arbeit nicht ebenfalls wirkt wie ein Stück für Stück zusammengeschusterter Flickenteppich - als Hommage funktioniert die Filmstruktur ausnahmsweise mal nicht.
Die Darsteller sind schön blöd, die Dialoge schöner blöder, und die Splatterabteilung geht nach einem (trotz Arsch-Spieß) eher drögen Beginn in die Vollen und schmeißt mit Darm und Bregen nur so um sich.
Bleibt ein jederzeit kurzweiliger "Bad Taste" der neuen Generation, dem man höchstens ankreiden kann, dass er zu unentschlossen zwischen Amateur und Profi schwankt, als dass man ihm das liebenswerte Heimat-Splatterfilmchen abnehmen würde.
Apropos Bad Taste:
V wie Vendetta
Irgendwie will der Funke bei Verfilmungen von Alan Moores Vorlagen nie so richtig überspringen. Gut, bei "LXG" fehlte mehr als ein Funke, aber "From Hell" und jetzt fast noch mehr "V wie Vendetta" hatten doch allerbeste Voraussetzungen, sind auch beide sehr ordentlich geworden, aber eben weit unter dem, was aufgrund der Vorlage möglich gewesen wäre.
Während Weaving bzw. Purefoy dem Mann mit der Maske mehr Persönlichkeit verleihen, als ich das im Voraus angenommen hätte, bleibt Natalie Portman imho überraschend blass in Anbetracht dessen, was ihr die Rolle abverlangt. Der Idealismenwandel ihrer Rolle wirkte auf mich auf der Grundlage der reinen Handlung etwas unglaubwürdig-rapide.
Anders ist da schon die Qualität der Dialoge, mit der sie überzeugt und die Motive von V begründet werden: Erste Sahne. Hier, und nur hier wird klar, welche Substanz in der Vorlage steckt, weil diese Substanz nur hier auch wirklich hundertprozentig umgesetzt wird. Das Rachemotiv wird so tiefgründig analysiert, dass es am Ende sogar Kontrasten wie der Rationalität ausgesetzt wird. Dahingegen wirken Racheactioner wie "Der Punisher" so lächerlich, dass alleine der Vergleich schon sträflich ist.
Ansonsten quält sich James McTeigue aber dramaturgisch durch 2 Stunden, die zwar immer unheimlich interessant bleiben, aber eben vom reinen Aufbau her schwach gelöst wurden.
Es stört nicht im Geringsten, dass es nicht der Actionthriller geworden ist, den die Trailer vorher suggeriert haben, im Gegenteil, diese Seite des Filmes überrascht sogar positiv. Aber stellenweise ist das Gerüst schlicht und einfach leer und der durch die vortrefflichen Dialoge herausgearbeitete philosophische Teint fällt "V" ständig vom Gesicht, weil der Kleber fehlt.
(knapp)
,5