„Tulsa King“, Season 3 ist leider wiederum ein kleines Stück weit schwächer als die Vorgänger-Staffeln geraten. Die Serie ist weiterhin unterhaltsam, das Cast- und Figuren-Ensemble rund um Sly ansprechend, mit Robert Patrick als Schnapsbrenner hat man einen guten Antagonisten am Start (obgleich Beau Knapp als sein Sohn die interessantere Performance abliefert) und die in verschiedenen Bereichen zur Schau gestellte bzw. gebotene „gemütliche Lockerheit“ hebt das Ganze von manch anderer Crime-Serie ab – allerdings treten gewisse zuvor bereits vorhandene Schwächen im Vorliegenden etwas stärker als im Vorhinein zutage…
Wenn man bspw. ohnehin schon viele Charaktere hat, von denen so einige (u.a. ihrer limitierten Screen-Time verschuldet) „underwritten“ anmuten – warum dann gleich mehrere neue (á la jene von James Russo, Kevin Pollak und Bella Heathcote) noch „on Top“ einführen? Letztere mochte ich übrigens so gern wie eh und ja – hatte aber irgendwie das Gefühl, als hätte man ihr aufgetragen, ihren Part so zu spielen, wie Samara Weaving ihn dargeboten hätte. Und dass man Frank Grillo für die finalen Folgen einfach mal übergangsweise „off Screen“ aus der Handlung genommen hat, war ebenfalls ein wenig merkwürdig…
Obgleich mir – wie erwähnt – die punktuell mit einigen „Härten“ durchsetzte Lockerheit zusagte, rief es bei mir dieses Mal einen durchaus spürbaren „Beigeschmack“ hervor, wie „unbeschwert“ mit dem Verticken von Drogen an Kids in der Disco (seitens der beiden Sympathie-Träger Spencer und Tyson) umgegangen wurde – ganz zu schweigen von der „Mord ist lustig und macht Spaß“-Attitüde von Samuel L. Jackson´s Rolle, welche überdies ja ihr eigenes Spinoff erhalten wird. Die Besetzung ist eigentlich zu gut für die Qualität der Vorlagen, hat man das Gefühl – aber es ist halt der „Vibe“, der hier passt… weitestgehend… noch.