William Kaufman´s „Man of War“ (2026) ist ein knallharter wortkarger Ex-Soldat auf einer Rettungsmission in der Ukraine während der ersten Tage der russischen Invasion Action-Streifen, der nicht unbedingt anspruchsvolle Genre-Fans gewiss prima zu unterhalten ist der Lage ist – während sich alle anderen mehr oder minder heftig u.a. an seiner massiven Unoriginalität stören werden. Ja, Kaufman kann bekanntlich Shootouts effektiv arrangieren und präsentiert einem reichlich davon – doch ohne einem besseren „Drumherum“ kommt das Ganze nicht über als belangloser Zeitvertreib okay hinaus…
Zwischen der Action liefern die unkomplexen Figuren immer wieder die üblichen groben Brocken an Exposition – während der Pfad zum Showdown gradlinig und mit allen Elementen bestückt ist, die der betreffende Konflikt zu bieten hat (zivile Opfer, das Erschießen gefangener Soldaten, Drohnen etc.). Die beiden Leads LaMonica Garrett und Andrew Howard verkörpern ihre Parts zweckdienlich-anständig, Jason Patric hat sich als „Kontaktmann am Telefon“ leicht einen Paycheck verdient und Daniel Bernhardt ist Drehbuch-gemäß fies als sadistisch-böser Russe – verbringt die meiste Zeit aber unvorteilhaft „isoliert“ abseits des Haupt-Plotstrangs…
Im Vergleich zu diversen anderen B-Movies der vergangenen Jahre wurde „Man of War“ achtbar anständig produziert und handwerklich kompetent umgesetzt. Mit fast 110 Minuten ist der Streifen insgesamt aber rund eine Viertelstunde zu lang geraten: Speziell im Mittelteil hätte sich dieser und jener Moment klar zum Straffen angeboten. Das Finale besteht derweil im Prinzip aus round about 20 Minuten an Dauer-Action: Nett – aber kaum mehr als unentwegtes Geballer bietend. Zudem ist Bernhardt´s „Abgang“ eher lahm geraten. Nunja – fürs entsprechend geneigte Publikum ist diese oberflächliche Kreuzung aus Kaufman´s „Warhorse One“ und „Daylight´s End“ – nur halt mit Russen statt der Taliban und Zombies – zumindest für ein einmaliges Ansehen durchaus geeignet…
knappe