StS schrieb
So, Männers - jetzt mal ne Frage: 😉
Ein Kumpel von mir beschwert sich bei der Serie über eine Art "typisch amerikanische Doppelmoral" - also dass ein eigentlich "böser Mensch" (ein Killer) im Grunde genommen "gute Taten" (das Töten anderer böser Menschen) begeht, was ihn quasi "verharmlost", was wiederum (im Ansatz) zur aktuellen US-Politik passt bzw ähnliche Legitimationsgründe vorweist. So rein "auf dem Papier" könnte es in meinen Augen irgendwie hinkommen - aber da ich die Serie (leider) noch nicht kenne...
Wie seht Ihr das?
Dem stimme ich voll und ganz zu. Das ist auch leider die einzige Schwierigkeit, die ich mit dieser Serie habe. Dexters Taten werden in keinerlei kritischem Kontext beleuchtet. Ich bin der festen Überzeugung, dass dieses bei geistig nicht so gefestigten Menschen wie den Narren motivierend wirken könnte. Wer das abstreitet, hat den Bezug zu unserer Realität für meinen Geschmack verloren.
gelini71 schrieb
In "Pulp Fiction" war John Traolta ja auch ein Killer & alle fanden ihn cool
Ja, aber dieser hat am Schluß des Filmes seine "gerechte Strafe" erhalten. Moralisch also einwandfrei...spot the difference. 😉
gelini71 schrieb
Ist doch eine Unterhaltungsserie.
Genau d
as ist das Problem. Ob brutalste Selbstjustiz als für jedermann/-kind zu sehende Fernseh-Unterhaltung verkauft werden sollte, könnte man diskutieren. Der irre Serienkiller wird hier als sympathischer Held und Identifikationsfigur verkauft, und man fiebert letztendlich tatsächlich als Zuschauer mit, dass eben dieser von den guten Polizisten nicht erwischt wird. Verkehrte Welt, irgendwie...