24 Season One
Technische Daten
Vertrieb: 20th Century Fox
Regionalcode: 2
Laufzeit: 1080 Minuten
Regie: Stephen Hopkins, Bryan Spicer
Darsteller: Kiefer Sutherland, Dennis Haysbert, Leslie Hope, Elisha Cuthbert
Bildformat: 16:9 Widescreen 1,85:1
Sprachen: Deutsch (DD2.0), Englisch (DD2.0)
Untertitel: Englisch, Deutsch, Tschechisch, Ungarisch, Polnisch, Griechisch, Isländisch, Hebräisch, Portugiesisch, Türkisch
Freigabe: ab 16 Jahren
Film:
“Ich bin Federal Agent Jack Bauer
und heute ist der längste Tag meines Lebens!“

Federal Agent Jack Bauer wird um Mitternacht von seiner Arbeitsstelle, der CTU (Counter Terrorist Unit) angerufen und sofort in die Zentrale gebeten. Kurz vorher ist seine Tochter Kim mit einer Freundin ausgerissen. Da die Pflicht ruft, muss er seine Frau Terri beim Suchen alleine lassen. In der CTU erfährt er, dass noch am selben Tag ein Anschlag auf den Präsidentschaftskandidaten David Palmer geplant ist. Er soll alle Hebel in Bewegung setzen, um das zu verhindern und keinem seiner Kollegen trauen, da ein Maulwurf in den eigenen Reihen vermutet wird...
...die Uhr beginnt zu ticken und für mich als ahnungslosen Blindkäufer einer der spannendsten Serien, die mir je unter die Augen gekommen sind. „24“ läuft in Echtzeit ab, keine Zeitsprünge, nicht auf einmal nächster Tag....die 24 Folgen der Serie behandeln genau einen Tag im Leben von Jack Bauer.
1 Kiste Dunkelbier, 5 Flaschen Cola, 5 Tüten Chio Chips (Paprika), 3 Pfund Nudeln, 3 vegetarische Pizzen, 4 Müslis.
Nachdem ich die erste, eher schleppende Folge überwunden habe, in der die Charaktere eingeführt werden, steigt der Spannungsbogen immer höher. Am Wochenende gibt’s kein gemeinsames Frühstück mit der Familie mehr, direkt nach dem Aufstehen wird sich mit dem Müsli vor den DVD-Player gesetzt und eine weitere Folge reingezogen.....nachmittags nach der Schule dasselbe. Hausaufgaben machen?...hm, heute abend....aber ihr ahnt es schon, auch dann läuft – diesmal mit zwei Flaschen Kandi Malz und einem Teller Chips – ein oder zwei Folgen „24“. Langsam nähere ich mich dem Finale, der Spannungsbogen nach einem kleinen Durchhänger wieder am Anschlag.....nur noch eine Folge zu gucken...was soll danach kommen? Damit ich Jack Bauer auch nach dem Finale der Season 1 nicht vermisse, wird prompt die zweite Season geordert und am nächsten Abend der Showdown der ersten geguckt.....Tränen kullern mir über die Backe, ich fletsche die Zähne vor Aggression wegen einer weiteren Wendung, die das ganze immer und immer weiter verkompliziert....und dann ist’s vorbei....Sprachlosigkeit...Begeisterung....Trauer.... 16 Tage hab ich für 24 Folgen gebraucht, 16 Tage lang hab ich mitgezittert und nun blicke ich zufrieden auf das riesige Digipack der zweiten Staffel mit der schönen Gewissheit, dass es heute abend wieder weiter geht mit Jack Bauer.
Das Spannungsdiagramm zeigt den jeweiligen Faktor pro Folge auf einer Skala von 1-100
Nach diesem Ablauf meines „24-Marathons“ nun eine etwas sachlichere Kritik zu der Serie.
Das Konzept ist recht einfach, man schmeiße Geheimdienst-und Entführungsthriller in einen Topf, füge eine Prise Familiendrama und ein wenig Actionfilm hinzu. Tada...fertig ist „24“. Die Idee ist beileibe nicht neu, das was den Suchtfaktor ausmacht ist das Skript. Nichts ist hier so wie es scheint, die Wendungen die die Autoren sich ausgedacht haben sind unglaublich, fast jede zweite Folge gibt’s einen Hammer, mit dem man nie und nimmer gerechnet hätte. Diese Überraschungen bleiben stets nachvollziehbar, nie driftet das ganze ins Abstruse ab. Die Spannung lebt außerdem von den Charakteren, Kiefer Sutherland spielt die Hauptfigur Jack Bauer grandios, er wirkt sympathisch und man ist spätestens ab der 2. Folge mit dem Mann am mitfiebern. Dieser Effekt stellt sich als hohe Leistungsanforderung für die Schweißdrüsen heraus, selten war ich nervös während einem Film....man will das Jack überlebt, aber das was er jetzt vor hat, kann er doch unmöglich schaffen....man zittert fast die ganzen 1080 Minuten mit.
Aber nicht nur Kiefer Sutherland weiß restlos zu überzeugen, der Rest des Casts ist ähnlich hervorragend wie der Hauptdarsteller. Da hätten wir den Präsidentschaftskandidaten David Palmer, gespielt von Dennis Haysbert, ein weiterer großer Sympathieträger, den man sich von nun an immer vorstellt, wenn die aktuellen Politiker in der Tagesschau über den Bildschirm flimmern. Auch mein eigentlicher Kaufgrund der Serie – Elisha Cuthbert - macht ihre Sache gut, die deutsche Synchronisation ist allerdings äußerst schlecht und nervig geworden. In der zweiten Staffel hat man eine andere, viel passendere Synchronstimme verwendet.
Technisch ist die Serie ebenfalls hervorragend umgesetzt. Mit vielen Splitscreens wird der Echtzeitfaktor verdeutlicht, oft wird Handkamera verwendet, insbesondere in den Actionszenen. Der Schauplatz Los Angeles wird nicht wie üblich als glitzernde Big-Budget-Metropole dargestellt, sondern erscheint in ausgewaschenen, grellen Farben als eine vom Smog-geplagte, brütend heiße Stadt in der Nähe der Wüste. Dieser Look zieht sich durch die ganze Staffel.
Auch der Soundtrack ist allererste Sahne, das Geschehen wird von immer passenden orchestralen Stücken untermalt. Nach jeder Folge erwischt man sich selbst dabei, das Main Theme im Abspann mitzupfeifen...auch dieses ist mehr als gelungen und gibt die Grundstimmung perfekt wieder.

„24“ ist eine dieser Anschaffungen die man nur mit genug Reserve auf dem Konto tätigen sollte, denn nach Beendigung der ersten Staffel (und die erfolgt meist schneller als geplant) muss auch die zweite her. Ab der zweiten Folge ist man gefesselt von der mitreißenden Geschichte, vom herausragend agierenden Kiefer Sutherland, von der gesamten Umsetzung des Echtzeitkonzepts. Die Serie zieht den Zuschauer in einen Sog und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los und dies wird nicht mit plumpen Cliffhangern a la „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ erreicht, sondern mit einem perfekten Spannungsaufbau, toll ausgearbeiteten Charakteren und grandiosen Wendungen.
Ohne Wenn und Aber...
Bild:
Das Bild der DVD-Box ist alles andere als zufriedenstellend. Permanent macht sich ein deutliches Rauschen negativ bemerkbar. Die Detailschärfe ist zudem sehr schwach, die Farben sind absichtlich sehr ausgewaschen und trist. Hier hätte man wesentlich mehr draus machen können. Knappe
Sound:
Leider nur Dolby Surround, die Tonspur gibt sich sehr frontlastig, Effekte sind kaum auszumachen, der Subwoofer unterstützt einige Effekte und hin und wieder die Musik, bleibt aber größtenteils ruhig. Die Dialoge sind klar verständlich. Knappe
Ausstattung
Als Extras gibt es ein alternatives Ende und eine Einleitung von Kiefer Sutherland in die erste Staffel. Das war’s, lediglich das schöne Digipack und der gelungene Episodenführer verhelfen zu ganz knappen
Fazit:
Die Qualität der Serie ist über alle Zweifel erhaben, Spannung, Dramatik, Thrill, tolle Schauspieler, atemberaubende Wendungen, ein raffiniertes Skript und eine innovative Umsetzung....“24“ besteigt problemlos den Olymp der TV-Serien.
Die technische Umsetzung der DVD ist allerdings sehr mau ausgefallen und schreckt zunächst sicherlich vom Kauf ab. Ist man aber erst einmal in der Serie drin, denkt man gar nicht mehr an das verrauschte Bild oder den unspektakulären Ton....dazu bleibt keine Zeit!
Zu den Bilder: Bei mir taucht das Fortune-City-Logo immer wieder mal auf. Wenn ihr ein paar mal auf "Aktualisieren" klickt, tauchen zumindest bei mir die eigentlich gewünschten Bilder auf.
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Weitere Meinungen:
DerNarr: