Hat ein wenig gedauert, aber ich hab auch zu den anderen Filmen (Schneeland und Die fetten Jahre sind vorbei) das Bonusmaterial begutachtet.
Bei "Sophie Scholl" hab ich mir das "Making Of" angesehen, ich fand es sehr gut gemacht. Es werden alle Aspekte des Filmes angesprochen. Es werden die Vorbereitungen und die Dreharbeiten näher beleuchtet, die Schauspieler, der Regisseur, Techniker, Ausstatter und Komparsen kommen zu Wort. Dabei bekommt man einen Einblick, mit welchen technischen Mitteln und Tricks der Film entstanden ist, welchen Probleme die Crew ausgesetzt war (zB. die Rathausszene, anfangs sollte man dort überhaupt nicht drehen dürfen, später musste man sich an einen strikten Zeitplan halten). Außerdem kann man den Schauspielern bei den Proben über die Schulter sehen, diese erklären, wie sie sich vorbereitet haben und was sie an der Rolle gereizt hat. Im "Making Of" kommt auch Autor Fred Breinersdorfers zu Wort. Er macht meist Anmerkungen und Ausführungen, die im geschichtlichen Kontext zu bestimmten Szenen stehen.
Da es sich ja bei "Sophie Scholl - Die letzten Tage", wie der Titel schon besagt, um die letzten Tage von "Sophie Scholl" handelt, sind die Informationen zur "Weißen Rose" im allgemeinen eher begrenzt, aber was anderes ist in einem "Making Of" zu den letzten Tagen ja auch nicht zu erwarten. Über die letzten Tage, wie sie im Film dargestellt werden und auf welchen Fakten oder Vorstellungen sie beruhen, wurde aber anscheinend sehr gut recherchiert.
Ich fand das "Making of" jedenfalls eine gelungen Mischung aus vielen Aspekten, aus denen sich am Ende der fertige Film zusammensetzt.
Man bekommt einen guten Einblick, wie der Film entstanden ist.
Die Interviews mit den Zeitzeugen hab ich noch nicht gesehen.
Erwähnenswert sind noch die im DVD-Rom-Part vorhandenen Dokumente und Protokolle aus den Archiven. "In der Tat, hier wird in minutiös trockenem Beamtendeutsch der Justizmord an einer 21jährigen Studentin gelegt." Es stimmt einen schon nachdenklich, vor allem wenn man bedenkt, dass das nur ein einzelner von vielen Fällen war.
In den Audiokommentar habe ich bis jetzt auch nur mal kurz reingehört, den werde ich wahrscheinlich bei der nächsten Sichtung mal zuschalten.
@nehcregit
Um was es im Film geht, ist ja klar, nur wie das ganze dargestellt wird und was einen als Zuschauer erwartet, wird meiner Ansicht nach in folgendem
Review sehr schön zusammengefasst.