"the Butcher": Das ist im Grunde genommen nichts weiter als eine richtige starke One-Man-Show von Eric Roberts ... was allerdings zwischen ihm und einem guten Film steht, das ist Regisseur und Drehbuchautor Jesse V. Johnson, der hinter der Kamera teilweise derart unbeholfen zu Werke ging, dass man des Öfteren mit den Augen rollen, den Schultern zucken und/oder sich die selbstkritische Frage stellen muss: "
Hey, der Mann ist hauptberuflicher Stuntman - was hab ich eigentlich erwartet?" Das Skript ist "08/15" und bietet keinerlei Innovationen - ist aberhin im "soliden B-Film-Mittelmaß" (bewertend) zu verorten. Das Problem ist die Inszenierung: Etliche Einstellungen sind okay und gar nicht mal verkehrt arrangiert, so manche indessen irgendwie ungelenk, was dem allgemeinen "Flow" entgegenwirkt bzw. eine holprige Note verleiht. Und nein, ich spreche hier nicht einmal von den 4-5 "
Ich stehe ohne Deckung mitten im Raum unter Beschuss aus automatischen Waffen, werde aber nie getroffen"-Szenen - auch nicht von einem ungeschickt eingefügten Gewaltakt gleich zu Beginn, der wohl als Punchline für Michael Ironside´s Cameo Wirkung zeigen sollte, das Ziel aber nicht sonderlich ersprießlich erreicht. Dazu kommen die verwendeten "Stilmittel": Flashbacks in grobkörniger Optik sind ja absolut in Ordnung - aber ein Boxkampf in Schwarzweiß passt in dem betreffenden Moment einfach nicht, ebenso wenig wie die Notwendigkeit, den Hintergrund einer "noch warmen" Zigarre in einem Aschenbecher per Rückblende (!) aufzeigen zu müssen (schön, dass das Publikum für total unintelligent gehalten wird). Die Gewaltszenen sind hart, direkt und überraschend spärlich in ihrer Zahl, was ihre Wucht verstärkt - sowie von ihrer Qualität her weitestgehend gelungen, obgleich Jesse im Rahmen des Showdowns (übrigens eine Art "dreckig-billige "State of Grace"-Variante") auch da den Bogen mit einem aufgesetzt anmutenden Headshot unnötig überspannt. Schade. Was bleibt ist ein passables B-Movie mit einem tollen E-Rob. Mit einem besseren Drehbuch, einem fähigeren Regisseur und einem etwas höheren Budget hätte durchaus eine kleine Genre-Perle dabei herauskommen können - so dagegen reicht es nur für...
- mit einer gewissen Tendenz zur
Übrigens: Die deutsche BluRay ist qualitativ nicht zu empfehlen, da bestenfalls auf mäßigem DVD-Niveau (liegt aber hauptsächlich an dem Augangsmaterial des Films an sich)...