Bei „Day of Reckoning“ (2025) handelt es sich um einen mitunter Kammerspiel-artigen Crime-Streifen von Musikvideo-Regisseur Shaun Silva mit Billy Zane, Scott Adkins, Zach Roerig (TV´s „the Vampire Diaries“) und Cara Jade Myers („Killers of the Flower Moon“) in den Hauptrollen, der sich im Stile eines klassischen Westerns in der heutigen Gegenwart entfaltet sowie von unterschiedlichen Partien (Cops, US-Marshals, Bankräuber, Bounty Hunter, Biker sowie ein paar weitere Bewohner eines ländlichen Städtchens) handelt, deren „Pfade“ sich im Kernstück dieses B-Movies rund um ein bestimmtes Farmhaus kreuzen…
Die „Verflechtungen“ einzelner Charaktere kommen nicht uninteressant gestrickt daher, echte/klare Identifikations-Figuren gibt es keine und die eingeschränkte Menge an Action hat mich auch nicht weiter gestört – allerdings verfügte Travis J. Opgenorth (seinerseits als Drehbuchautor bislang ziemlich unerfahren) leider nicht über das nötige Können, die einzelnen Persönlichkeiten (samt des damit verbundenen „Drumherums“) mit genügend „Tiefe“ zu versehen, so dass sich daraus weder die von ihm gewiss angepeilte noch die vom Zuschauer dahingehend erhoffte „Intensität“ zu entwickeln vermag…
Zane, Myers und Adkins agieren solide – wobei letzterer hier 'nen Baddie mimt und sich in Sachen Kampfsport-Moves zurückhält – doch bleibt Roerig als Lead unvorteilhaft „blass“ – was in gewisser Weise aber wiederum durchaus zu seinem Part passt. Die gebotenen Shootouts sind indes okay, Zane hat 'nen coolen „Badass-Moment“ abbekommen und eine Baumwoll-Verarbeitungs-Scheune wusste mir als Location zu gefallen – bloß wäre alles in allem (bspw.) entweder mehr Action oder Suspense sowie ein strafferes Pacing (eher 85 statt 105 Minuten) vonnöten gewesen, um ein besser zufrieden stellendes Entertainment-Level zu erreichen. Ach, und dass man aus irgendwelchen Gründen ausgerechnet auf Hiphop-Tracks als Musik-Unterlegung zurückgegriffen hat, war eine ebenso irritierende wie doofe Entscheidung…
gute